Der Luxus des Einfachen

Die Zeiten sind vorbei, in denen man versucht hat, größer, schneller, besser zu sein.
Der Luxus, den wir unseren Gästen bieten, ist Authentizität, Einfachheit, Selbstfindung. Die Ruhe dazu finden Sie auf unserer Dahabiya, einem traditionellen ägyptischen Nil-Segelschiff.

Der Name unserer Dahabiya ist ABUNDANCE, was wir als Fülle verstehen. Es gibt eine Fülle von allem, aber keinen Überfluss.

Slow travel hat sich zur neuen Art des Reisens entwickelt. Slow travel bedeutet, dass Sie einfach und bequem reisen, in Harmonie mit der Umwelt und zum Nutzen der regionalen Bevölkerung.
In Ihrem Slow Travel Urlaub möchten Sie entspannen, nichts tun, lesen und genießen, was angeboten wird. Sie wollen nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hasten, die Liste als “gesehen, getan” abhaken.
Wie Lady Lucie Duff Gordon Mitte des 19. Jahrhunderts in ihren “Letters from Egypt” schreibt: “Es ist der Luxus des absoluten Nichtstuns.”

Slow travel ist eine Haltung: entschleunigen, abschalten, genießen. Der erste Schritt in Richtung Slow Travel ist weniger zu tun, nicht mehr, ganz besonders dann, wenn Sie wenig Zeit mitbringen.

Auf der Nilfahrt auf einer Dahabiya erleben Sie den Luxus des Einfachen, fernab von Menschenmengen, auf einem Schiff, das an Stellen anlegen kann, für die die Kreuzfahrtschiffe zu groß sind. Wir legen an Nil-Inseln an und servieren Ihr Abendessen unter dem Sternenhimmel.
Genießen Sie die Stille. Unsere Dahabiya ist nicht motorisiert. Sie hören den Wind in den Segeln und das Lachen der Kinder am Ufer.

Unsere Dahabiya kann 10 Gäste beherbergen, also ist sie ideal für eine Gruppe von Freunden oder eine Familie.

Kommen Sie! Segeln Sie mit uns!

Sommer in Luxor

Die Sommermonate in Luxor sind sehr ruhig. Das Thermometer steigt auf 40°C oder mehr und es kommen nicht viele Besucher. Viele Europäer, die in Luxor wohnen, verreisen in den Sommermonaten in ihre Heimatländer oder andere Gefilde, in denen die Temperaturen leichter zu ertragen sind.

Ich bleibe im Sommer in Luxor. Mir gefällt es. Wir segeln mit unserer Felukka auf dem Nil und schwimmen. Das ist sehr erfrischend. Manchmal gehe ich auch in das Winter Palace Hotel zum Pool. Das ist zwar nicht ganz billig, aber ab und zu gönne ich mir das. Der Pool ist meiner Meinung nach der beste in Luxor, groß und tief. Er liegt in einem wunderschönen Garten. Mittagessen wird an den Liegestuhl serviert – das ist Urlaub.

Frühmorgens arbeiten wir im Garten. Mango-, Feigen- und Aprikosenbäume, Papayas, Hibiscus und Bougainvillea, Rosen, und viel Gemüse. Kräuter pflanzen wir im Herbst an. Ein Gärtner hilft uns dabei mit Rat und Tat.

Im Sommer gibt es für uns trotzdem viel Arbeit, denn dann werden Instandhaltungsarbeiten an unserer Dahabiya durchgeführt, Segel genäht, das Schiff innen und außen gestrichen, die Parkettböden an Deck und am Bug abgeschliffen und neu versiegelt. Bald sind wir für die neue Saison gerüstet.

Wir freuen uns auf unsere Gäste. In der kommenden Saison haben wir Buchungen hauptsächlich aus Frankreich, Italien, Südafrika, UK, USA, Belgien und Deutschland. Wir haben noch Termine frei!

Jeden Montag segeln wir von Esna (Hafen von Luxor) nach Assuan und jeden Freitag von Assuan nach Esna. Kommen Sie mit uns segeln! Schreiben Sie uns, wir schicken Ihnen gerne ein Angebot.

Unser Sommerangebot gilt noch bis 30. September 2018.

Ein Reiseerlebnis der Musikerin und Liedermacherin Laurie Dameron

Der erste Teil meines Artikels über Kairo endete mit der Beschreibung, wie etwas während meines Aufenthalts in Ägypten in mir heil wurde. Ich bemühe mich noch immer, die richtigen Worte dafür zu finden. Vor meiner Ägyptenreise hatte ich oft bange Gedanken, wenn ich Menschen aus diesem Teil der Welt in den USA sah. Vielleicht waren sie Terroristen.
Nach ein paar Tagen, in denen ich in diese andere, so weit entfernte Kultur eingetaucht war, fing ich an mich wohlzufühlen und diese wunderschönen Menschen für das zu sehen, was sie sind. Am meisten gefiel mir ihr Lächeln. Vielleicht erinnern Sie sich an diese Zeilen in dem Lied von Crosby, Stills, Nash and Young “Wooden Ships”

“Wenn Du mich anlächelst, verstehe ich,
weil das etwas ist,
das jeder überall in der gleichen Sprache tut”

Mir wurde jedesmal warm ums Herz, wenn ich fotografierte und in ein lächelndes ägyptisches Gesicht blickte! Und mir wurde klar, dass, Ägypter ihre Kinder groß ziehen und versuchen, ein gutes Leben zu leben, genau wie alle Menschen in der Welt. Jetzt feiere ich das süße Lächeln jedes Menschen überall!

Die Heilung ging noch weiter. Nach zwei Tagen in Kairo bemerkte ich plötzlich, dass meine chronischen Nackenschmerzen verschwunden waren! Pyramiden-Power? Ich kann gar nicht sagen, wie erleichtert ich mich ohne diese ständigen Schmerzen gefühlt habe! Das hielt bis zwei Wochen nach meiner Rückkehr an. Jetzt kommen sie leider langsam wieder zurückgekrochen.

Die spirituelle Heilung setzte sich auf unserer Segelkreuzfahrt auf einer Dahabiya fort. Das war nach dem 29. Internationalen Kongress von BPW. (Wenn Sie meinen vorhergehenden Artikel gelesen möchten, geben Sie mir bitte Bescheid und ich kann ihn schicken). Ein kurzer Flug von Kairo nach Luxor brachte uns in den Süden, um Johanna Marius zu treffen. Sie ist BPW Mitglied aus Deutschland und Inhaberin von Luxor Sail the Nile. Ihr Partner, Mohmed Morsy, ist ein großartiger Schiffsführer. Sein schönes Lächeln werde ich nie vergessen, auch das von Rabia (einem Crew-Mitglied) und von Mr. T (unserem Ober) nicht. Übrigens, das Essen war ganz ausgezeichnet, frisches Gemüse mit jeder köstlichen Mahlzeit!

Etwas Interessantes lernte ich sofort. Oberägypten liegt im Süden und Unterägypten im Norden, denn der Nil fließt von Süden nach Norden. Meistens weht der Nordwind. Wir segelten also gegen den Strom! Wenn wir keinen Wind hatten, zog uns ein Schleppschiff.

Wir hatten einen fantastischen Ägyptologen an Bord, Mohamed A. Fahmy. Ich glaube er wird eines Tages berühmt sein. Er hat einfach alles: umfassendes Wissen, sieht gut aus, ist freundlich, und ein ausgezeichneter Lehrer und Guide! Er arbeitet an seiner Doktorarbeit in Archäologie und hat uns viel über die Tempel gelehrt, die wir besichtigt haben. Noch ein Grund, warum ich mich so spirituell gefühlt habe: die alten Ägypter waren sehr spirituell und naturverbunden und haben Tiere zu ihren Götter und Göttinnen gemacht.

Ich empfand ein tiefes Gefühl der Ruhe und des Friedens, sobald ich das Schiff betrat. Erst machte ich mir Sorgen, dass ich seekrank werden würde, da der Nil sehr breit ist, aber er fließt ruhig und beständig dahin. Meine Reisefreundinnen bedankten sich überschwänglich bei mir, weil ich vor der Reise recherchiert habe und ihnen dieses Schiff vorgeschlagen habe, anstatt eines großen Kreuzfahrtschiffes. Eine Dahabiya nimmt weniger Passagiere auf (10 anstatt 200), kann dafür aber an Stellen anlegen, an denen Kreuzfahrtschiffe nicht anlegen können. Eine Wanderung durch eine ländliche Gegend war ein Glanzlicht. Wir sahen lachende Buben, die auf ihren Eseln ritten. Dann wanderten wir die Straße entlang durch ein Dorf, wo ein Bauer gerade frische Datteln erntete. Obwohl meine Freundin die Datteln zahlen wollte, bestand er darauf, sie uns zu schenken. Wir gingen an ein paar Schulen vorbei und ich drehte einen Video von Schülern, die “USA, USA, we love you!” riefen. Im allgemeinen scheinen Ägypter die USA mögen, aber drehen ihre Daumen nach unten, wenn das Gespräch auf unseren Präsidenten kommt! Den Rest meiner Bilder/Videos habe ich auf meiner Facebook-Seite gepostet.

Genau wie in Kairo und anderen ägyptischen Städten liegt auch auf dem Land überall Müll vor den Häusern. Meine Freundinnen und ich hatten ein gutes Gespräch, während wir entspannt den Fluss hinauf fuhren. Ägypter haben nicht viel Zeit, über Müll und Umwelt nachzudenken; sie müssen die nächste Mahlzeit auf den Tisch bringen. Mir ist klar, dass wir hier das gleiche Problem haben. Ich glaube, wenn wir keine Gesetze gegen Littering hätten, läge bei uns auch überall Müll. Johanna, die Eignerin des Segelschiffes, setzt sich gegen die Vermüllung ein und ließ den ganzen Uferbereich, an dem das Schiff normalerweise liegt, säubern. Mit den Familien, die am Ufer leben, plant sie ein Projekt, das die Auswirkung von Müll auf die Gesundheit hat (dafür habe ich keine Links). In Qena, einer Stadt in der Nähe von Luxor, gibt es ein Gesetz gegen Litterin, das auch durchgesetzt wird. Das funktioniert großartig. Wenn’s ums Geld geht ……

Johanna hat auch noch ein Women Empowerment Projekt. Sie bezieht Frauen in ihr neues Unternehmen “Luxor Sail the Nile” ein. Ihre Schwägerin, Yamna, wäscht und bügelt für das Schiff. Captain Mohmed brachte die Wäsche früher in eine Wäscherei. Jetzt bringt er sie zu Yamna und sie bekommt das gleiche Geld wie die Wäscherei. Zwei andere Frauen aus der Familie backen Brot, Plätzchen und Petit Four. “Das ist teurer, als wenn wir die Sachen in einem Laden kaufen würden. Aber selbstgebackenes Brot schmeckt einfach besser. Und die Frauen können Geld verdienen.”

Ich muss schon sagen, ich sehne mich nach dieser Ruhe und diesem Frieden. Und ich höre die Nachrichten seltener an. Mit meinem Umweltaktivismus bin ich etwas sanfter geworden. Wie in einem Traum höre ich die moslemischen Gebetsrufe. Jedesmal, wenn ich Gott frage, was ich machen soll, bekomme ich die gleiche Antwort: genieße das Leben, hilf anderen und lerne.

ENDE
oder vielleicht
erst der Anfang!!!

Hier ist der Video von Luxor Sail the Nile

SIE SIND EIN TEIL DER LÖSUNG!!!

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Ein Tag auf der Dahabiya ABUNDANCE – Wadi el Kheir

Ich hatte im Leben nie gedacht, dass ich jemals ein Segelschiff wie die Dahabiya mein eigen nennen könnte, nicht einmal im Traum. Auf Schiffen war ich zwar in der Südsee unterwegs, aber das war nicht das reine Vergnügen, denn ich werde manchmal seekrank. Aber ein Segelschiff auf dem Nil ist eine andere Geschichte.

Durch eine glückliche Fügung Anfang dieses Jahres bekamen wir, Captain Mohammed und ich, ein Segelschiff angeboten zu einem Preis, bei dem wir zuschlagen mussten. Nun besitzen wir ein traditionelles Nil-Segelschiff, die Dahabiya ABUNDANCE. Wir haben viel Arbeit reingesteckt, um das Schiff von Grund auf zu renovieren und sind nun recht zufrieden damit.

Die Dahabiya ABUNDANCE - luxuriöses traditionelles Segelschiff auf dem Nil.

Wohnen auf der Dahabiya

Jetzt wohne ich auf der Dahabiya, genieße meinen Morgentee an Deck und beobachte die Fischerboote, die durch den Morgennebel auf dem Nil rudern, oder meinen Nachmittagskaffee auf dem Balkon der Suite. Der Blick auf das Ostufer des Nils ist interessant, denn dann sehe ich die kleinen Segelschiffe und die Motorschiffe vorbei fahren. Die Fischer rudern vorbei und wünschen uns einen schönen Tag. Der Blick aufs Westufer ist malerisch mit den Bergen von Theben und den dramatischen Sonnenuntergängen im Hintergrund.

Genießen sie eine Kreuzfahrt auf der Dahabiya

Entspannen Sie während der Kreuzfahrt an Deck der Dahabiya

Genießen Sie den Blick über den Nil vom Bug der Dahabiya

Alltagsleben auf der Dahabiya

Wenn ich einkaufen will, fahre ich entweder mit der kleinen Fähre oder einem Motorschiff ans Ostufer und kaufe die Dinge, die ich hier im Dorf von Laqalta nicht bekomme. Für Gemüse und Nützliches für den Haushalt kommt ein Mann auf einem Eselkarren vorbei und preist lauthals seine Waren an. Ich laufe schnell von der Dahabiya über den Steg, die Uferböschung hinauf, und muss mein ganzes Verhandlungsgeschick aufwenden, um einen guten Preis zu bekommen.

Wenn es richtig heiß ist, so wie zur Zeit, läuft auf dem Schiff der Generator fast den ganzen Tag, damit die Klimaanlage funktioniert. Diese heiße Zeit verbringe ich in der Suite und arbeite, schreibe, übersetze oder lese.

Life is good!

Das Leben ist gut! Diese wundervollen Erfahrungen, in aller Stille auf dem Nil zu segeln, teilen wir gerne mit Ihnen. Kommen Sie! Segeln Sie mit uns auf der Dahabiya! Manche der Gäste auf unseren Kreuzfahrten sagen, dass das Leben kaum besser sein kann.

Segeln auf dem Nil. Auf der Dahabiya.